Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ice bin seit über 20 Jahren in der Personalwirtschaft tätig und habe viele Unternehmen bei der Einführung von bKV begleitet. Was mich aber immer wieder beschäftigt: Wie schafft man es wirklich, den Mitarbeitern den Nutzen einer Budgetlösung nahezubringen?
Often erlebe ich, dass die bKV zwar eingeführt wird, aber die Akzeptanz bleibt dünn. Die Leute sehen nur die Abzüge vom Bruttogehalt und verstehen nicht, was sie dafür wirklich bekommen. Besonders im Sommer, wenn viele im Urlaub sind, wird die bKV einfach nicht aktiv genutzt – und dann verfallen Budgets oder werden spät im Jahr hektisch abgerufen.
Wie geht ihr vor, wenn ihr neuen Mitarbeitern die bKV erklären müsst? Welche Beispiele, welche Zahlenspiele funktionieren bei euch? Und – ganz praktisch – wie kommuniziert ihr im Sommer, wenn die meisten ohnehin weg sind?
Mich interessiert besonders: Wo merkt ihr, dass die Botschaft wirklich angekommen ist? Beim Zahnarzt, bei der Brille, bei Vorsorgeuntersuchungen? Gerne auch ehrliche Erfahrungen, wenn's nicht so gut geklappt hat.
Klaus, sehr gute Beobachtung! Bei uns haben wir festgestellt, dass individuelle Beispiele deutlich besser funktionieren als abstrakte Budget-Erklärungen.
Wir nutzen konkrete Szenarien: "Wenn du einmal pro Jahr zum Zahnarzt gehst und eine kleine Behandlung brauchst, deckt dein Budget das ab – kostenlos für dich." Oder: "Neue Brille? Das zahlt die bKV." Das verstehen die Leute sofort.
Zum Thema Sommer: Wir haben einen Newsletter im Juli etabliert, der aktiv dazu auffordert, noch ausstehende Maßnahmen bis Jahresende zu planen. "Im August in den Urlaub, aber vorher noch zum Optiker?" Das wirkt!
Wir sehen die höchste Akzeptanz bei Zahnleistungen und Sehhilfen – da ist der Nutzen unmittelbar sichtbar. Bei Vorsorgeuntersuchungen wird's schwächer, das ist ehrlich gesagt noch ein Problem für uns.
Ich würde da noch einen Punkt hinzufügen: die steuerliche Perspektive ist für Mitarbeiter oft völlig unbekannt. Sie bekommen eine bKV und denken, das ist wie ein Gehaltsabzug.
Wenn man aber erklärt, dass der Arbeitgeber-Beitrag nicht als Einkommen versteuert wird, wird es interessant. Das ist ein echter finanzieller Vorteil, den viele gar nicht sehen. Bei der Jahresabrechnung sollte man das explizit kommunizieren – nicht versteckt, sondern prominent: "Durch die bKV hast du um X Euro weniger Einkomensteuer gezahlt." Das ist Motivation pur.