Hallo zusammen,
wir überlegen gerade, ob und wie wir eine betriebliche Krankenversicherung für unsere 15 Mitarbeiter einführen. Bisher haben wir das Thema etwas schleifen lassen, aber jetzt im August nehmen wir uns Zeit, das ernsthaft zu planen.
Meine Fragen sind eher praktisch: Welche Budgettarife habt ihr bei dieser Unternehmensgröße gemacht? Wie aufwändig ist die Administration wirklich? Und ganz wichtig: Wo liegen die versteckten Kosten, die man am Anfang nicht sieht?
Wir haben ein gemischtes Team – von Büro bis Lager – und unterschiedliche Altersstrukturen. Manche Mitarbeiter haben Familien, andere sind jung und single. Macht es Sinn, differenzierte Tarife anzubieten, oder sollten alle das gleiche Paket bekommen?
Und noch etwas: Wie kommuniziert man das am besten an die Crew, ohne Erwartungshaltungen zu schüren, die man nicht erfüllen kann?
Freue mich über ehrliche Erfahrungen und konkrete Beispiele aus ähnlich großen Unternehmen.
Viele Grüße,
Markus
Markus, schön dass ihr das jetzt anpackt. Wir haben in unserem Unternehmen mit ähnlicher Größe angefangen und ich kann dir sagen: Die beste Entscheidung war, die bKV nicht als "extra Benefit" zu verkaufen, sondern als Normalleistung zu etablieren.
Bei 15 Personen: Einheitlicher Tarif, das spart Verwaltung. Wir nutzen seit Jahren ein Modell mit etwa 110 EUR/Monat pro Mitarbeiter, die Leistungen gehen in Zahnersatz, Sehhilfen und Vorsorgeuntersuchungen. Die Quote der Nutzer liegt bei uns stabil über 70%.
Das wichtigste für dich: Klärt vorher intern, ob ihr als AG alle Kosten tragt oder ob der Mitarbeiter einen Anteil zahlt. Das prägt die ganze Akzeptanz. Und dann: Kommuniziert es DIREKT, nicht formell. Setzt euch hin, erklärt, antwortet auf Fragen. Das schafft Vertrauen.
Wenn du konkrete Zahlen brauchst, kann ich dir Vergleiche zeigen – aber die Tariflandschaft ist jetzt im August eh noch überschaubar bevor viele in den Herbst gehen.
Markus, gute Frage. Bei 15 Mitarbeitern startet ihr mit einer überschaubaren Größe – das ist ein Vorteil.
Zu deinen Punkten: Differenzierte Tarife (z.B. Single vs. Familie) kosten dich administativ mehr, als es wert ist. Ein einheitliches Budget pro Person ist deutlich praktikabler. Beispiel: 100-120 EUR monatlich pro Kopf, die Mitarbeiter nutzen flexibel für Zahnersatz, Brille, Therapie oder Prävention.
Die versteckten Kosten sind meist: Abwicklung mit mehreren Versicherern (Koordination!), jährliche Abrechnungen und Dokumentation für die Steuerprüfung.
Mein Tipp: Fangt mit EINEM Anbieter an, der Budgettarife macht. Das senkt die Admin um mindestens 30%. Zur Kommunikation: "Wir geben euch X EUR pro Jahr für eure Gesundheit – nutzt es, wie es euch hilft." Klar, ehrlich, keine Versprechen.
Ich helfe gerne bei der Auswahl – schreib mir, welche Versicherer ihr in eurer Region angefragt habt.
Bei 15 Mitarbeitern ist das ganz sicher machbar. Aus meiner Zeit in der Personalleitung: Einheitliche Budgets funktionieren am besten, ja. Und die Admin bleibt überschaubar, wenn ihr einen Partner nehmt, der das koordiniert.