Hallo zusammen,
wir überlegen gerade, im September eine bKV mit Budgettarif einzuführen. Unternehmen mit 15 Mitarbeitern, gemischte Altersstruktur (von 25 bis 58 Jahren). Mir fehlt einfach der praktische Anhaltspunkt: Wie viel Budget pro Kopf sollten wir realistisch einplanen? Ich habe gelesen, dass es großen Unterschied macht, welche Leistungen man reinnimmt – aber als Anfänger verliere ich da schnell den Überblick.
Ein paar konkrete Fragen:
- Startet ihr lieber mit schmalen Budgets und erweitert später, oder direkt großzügiger?
- Wie geht ihr mit Mitarbeitern um, die ihre Budgets schnell aufbrauchen (z.B. wegen Zahnersatz)?
- Habt ihr Erfahrungen mit Anbietern, die für kleine Teams kulant sind?
Wir wollen das Ding seriös machen und nicht später in der Kostenfalle sitzen. Freue mich auf echte Erfahrungsberichte – danke!
Hi Markus,
gute Frage. Wir haben vor zwei Jahren mit 18 Leuten angefangen und sind mittlerweile bei 28. Der Trick ist: klein anfangen und skalieren. Wir sind mit 600€ pro Jahr und Person gestartet – nur Zahnvorsorge + Sehhilfen + kleine Vorsorgepakete. Das Wichtigste ist die Steuerbefreiung auf Arbeitgeberseite. Wenn ihr die richtig nutzt, spart ihr schneller wieder, als ihr denkt.
Beim Anbieter-Matching würde ich nicht nur auf Preis schielen. Wir zahlen gerne ein bisschen mehr, wenn der Support bei Fragen zuverlässig ist. Bei kleinen Teams ist das Gold wert. Wie viele deiner 15 sind denn über 50? Das macht beim Risiko einen Unterschied.
Ja, die Altersstruktur ist entscheidend. Mit 25-58 Jahren hast du ne schwierige Mischung – die Älteren brauchen einfach mehr fürs Zahnbudget. Ich würde eher differenzieren: jüngere mit 650€, ältere mit 850€. Dann ärgerst du dich nicht ständig über aufgebrauchte Budgets.
Markus, eine sehr praktische Frage. Mein Tipp: schaut euch die digitalen Verwaltungsplattformen der Anbieter genau an – gerade bei kleinen Teams ist das entscheidend, sonst sitzt ihr später in der Administrationsholle. Ich vergleiche gerade systematisch die größeren Player und mehrere spezialisierte Nischen-Anbieter. Was ich festgestellt habe: bei unter 20 Mitarbeitern sind oft die Spezialisten besser als die Großen, weil sie individueller kalkulieren.
Zum Budget: würde nicht unter 700 € pro Kopf starten, wenn ihr was sinnvolles anbieten wollt. Zahnersatz und bessere Optometrie brauchen mehr Reserve als viele denken.