Hallo zusammen,
wir haben gerade wieder ein klassisches Sommerproblem: Zahnersatzrechnungen und Brillenkosten aus Juli/August treffen teilweise erst Anfang September ein – oder später. Das ist blöd, weil die Mitarbeiter ihr Budget oft schon aufgebraucht haben oder glauben, es aufgebraucht zu haben.
In meinen 15 Jahren in der Personalverwaltung habe ich da verschiedene Handhabungen gesehen. Manche Unternehmen rechnen strikt nach Rechnungsdatum, andere nach Leistungsdatum. Das führt zu echten Problemen: Mitarbeiter geben die Rechnung ab, denken sie ist bearbeitet – und dann kommt Ärger, weil das Budget angeblich nicht mehr reicht.
Wie geht ihr damit um? Habt ihr klare Regeln mit euren Versicherern abgeklärt, wie verspätete Rechnungen behandelt werden? Und wie kommuniziert ihr das transparent an die Mitarbeiter, ohne jedes Mal Einzelfalldebatten zu führen?
Ich würde gerne von eurer praktischen Erfahrung lernen – besonders interessiert mich, ob es da Unterschiede zwischen den Versicherern gibt.
Wir nutzen seit Jahren das Leistungsdatum als Kriterium, nicht das Rechnungsdatum – das war für uns die sauberste Lösung. So werden auch nachgereichte Rechnungen zeitlich korrekt zugeordnet. Gegenüber den Mitarbeitern kommunizieren wir das transparent in der Einführungsschulung und im Jahresbudget-Schreiben. Bei den meisten Versicherern funktioniert das gut, wenn mans vorher absprechen. Manche haben auch ein webbasiertes Portal, wo Mitarbeiter den Status sehen können – das reduziert Nachfragen erheblich. Aus meiner Erfahrung mit der zeitlichen Verteilung von Ansprüchen heraus kann ich sagen: Das ist für größere Unternehmen fast unverzichtbar.
Klaus, gute Beobachtung. In meiner Zeit habe ich gesehen, dass das tatsächlich oft nach Versicherer unterschiedlich läuft. Wichtig ist, das vorher vertraglich zu regeln – idealerweise mit einer Kulanzfrist von 30 oder 60 Tagen nach Leistungsdatum. Das erspart euch viel Ärger. Manche Versicherer sind da flexibel, andere knallhart. Meine Empfehlung: Klart das in der Auschreibungsphase ab und dokumentiert es schriftlich.