Hallo zusammen,
wir sind jetzt im August und bei uns in der Personalabteilung beginnt langsam die Planung für 2025. Wir haben unsere aktuelle bKV jetzt drei Jahre laufen und möchten die Tarife neu bewerten – nicht nur preislich, sondern auch inhaltlich. Die Anforderungen unserer Mitarbeiter haben sich verändert, und ich merke, dass manche Leistungen kaum genutzt werden, während andere permanent überlastet sind.
Meine Frage: Wie geht ihr strukturiert vor, wenn ihr eure Tarife überprüfen wollt? Sammelt ihr Feedback von den Mitarbeitern, analysiert ihr die Nutzungsquoten, oder verlasst ihr euch auf die Vorschläge der Versicherer? Und wann sollte man realistischerweise mit Anpassungen starten, damit es ab Januar greift?
Interessiert mich auch: Habt ihr in der Vergangenheit größere Fehler bei der Anpassung gemacht? Was hätte man vermeiden können?
Danke für eure Erfahrungen!
Hallo Werner M.,
aus meiner Zeit in der Personalwirtschaft kann ich dir sagen: Strukturierte Planung ist das A und O. Wir haben immer drei Schritte gemacht – erstens Nutzungsdaten der letzten drei Jahre analysieren, zweitens gezielt Mitarbeiterfeedback einholen (bei uns hat ne anonyme Umfrage am besten funktioniert), und drittens erst dann mit den Versicherern sprechen.
Der größte Fehler war bei uns, dass wir zu lange an Leistungen festgehalten haben, die niemand brauchte – nur weil die Versicherer sie stark bewarben. Papierene Zahnersatzbeteiligung z.B., während alle Online-Fitnessfitness wollten.
Mein Tipp: Startet jetzt im August/September mit der Datenanalyse, sammelt bis Oktober Feedback, und verhandelt November/Dezember. So habt ihr rechtzeitig Zeit für Anpassungen. Die Versicherer brauchen ca. 8-10 Wochen für Kalkulation.
Vorsicht auch bei den Steueraspekten – manche Leistungsänderungen können der Versteuerung unterliegen, das vorher prüfen!
Gerne mehr Details, wenn's hilft.
Klaus B.