Guten Morgen zusammen,
ich bin jetzt seit 8 Jahren Rentner und beschäftige mich immer noch intensiv mit betrieblichen Krankenversicherungen – einfach weil das Thema faszinierend ist und ich gerne anderen helfe, die richtige Entscheidung zu treffen.
Aber je länger ich mich damit auseinandersetze, desto mehr frage ich mich: Was hätten Arbeitgeber gerne VOR der Einführung einer bKV gewusst? Welche Entscheidungen wurden später bereut? Ich meine nicht Kleinigkeiten, sondern wirklich fundamentale Fehler – bei der Tarifwahl, der Budgethöhe, der Kommunikation mit den Mitarbeitern oder der Versichererauswahl.
Ich sammle gerne solche Erfahrungen, um ein realistisches Bild zu bekommen, was wirklich funktioniert und was nicht. Vielleicht habt ihr ja auch selbst erlebt, dass ein Tarif auf dem Papier großartig klang, aber dann in der Praxis nicht das gehalten hat, was versprochen wurde?
Freue mich auf eure ehrlichen Einschätzungen!
Das ist eine wichtige Frage. Aus unserer 8-jährigen Erfahrung: Einer der häufigsten Fehler ist, dass Arbeitgeber die administrativen Belastungen unterschätzen. Man denkt, der Versicherer macht alles – aber dann kommen Nachfragen von Mitarbeitern, Rechnungsabweichungen, und plötzlich sitzt die Personalabteilung da. Außerdem würde ich sagen, die Tarifgrenzen sollten großzügiger sein, als man denkt. Wenn man zu knapp kalkuliert, führt das zu Frust im ersten Jahr. Lieber konservativ anfangen und später reduzieren als umgekehrt. Das hilft auch der Mitarbeiterbindung, die wir später gemessen haben.
Sehr gute Frage, Horst. Bei uns war der große Fehler, dass wir anfangs nicht genug Differenzierung bei den Budgets eingebaut haben. Bei 150 Mitarbeitern haben wir allen das gleiche Budget gegeben – blöd, wenn dann Abteilungsleiter ihre ganzen Zahnarztkosten auf einmal durchziehen und die Azubis gar nichts nutzen. Wir haben dann eine gestaffelte Struktur eingeführt – seitdem läuft es besser. Auch: Zu viel Wahlfreiheit am Anfang war confusing für die Mitarbeiter. Weniger ist mehr bei der Kommunikation.