Hallo zusammen,
wir sind gerade in der Situation, dass unser aktueller bKV-Versicherer im Herbst deutlich teurer wird und wir mehrere Angebote anderer Anbieter verglichen haben. Jetzt stellen wir uns die Frage: Wie handhabt man so einen Wechsel praktisch?
Unser Team hat aktuell noch rund 60–70% der Jahres-Budgets übrig (Zahnersatz, Sehhilfen, Vorsorge). Das Problem: Der neue Versicherer wird uns wahrscheinlich nicht die restlichen Guthaben des alten Vertrags übernehmen. Die Mitarbeiter sind verständlicherweise sauer, dass ihre Budgets quasi verfallen.
Hat jemand von euch schon einen Versicherer-Wechsel gemacht? Wie habt ihr das mit den Restbudgets gelöst? Haben wir Optionen, das zu kommunizieren oder sogar zu regeln – oder müssen die Mitarbeiter tatsächlich einfach verlieren? Und wann im Jahr ist ein Wechsel am wenigsten problematisch?
Auch interessiert mich: Welche Kriterien nutzt ihr bei der Versicherer-Auswahl, um solche Probleme künftig zu vermeiden?
Danke für eure Erfahrungen!
Hallo Martin F.,
ich hab das vor etwa drei Jahren durch. Ehrlich gesagt: Die Restbudgets sind in den meisten Fällen weg, das ist leider Standard. Der alte Versicherer gibt die nicht mit, und der neue zahlt sie natürlich nicht.
Was ich gemacht hab – und das hat bei uns super funktioniert – ich hab den Mitarbeitern ein bis zwei Monate VOR dem Wechsel bescheid gegeben und sie ermutigt, ihre Budgets noch zu nutzen. Zahnarzt, Brille, Vorsorge – alles was noch übrig war. Das hat die Frustration deutlich reduziert, weil die Leute wenigstens noch was davon hatten.
Beim Wechsel selbst: Unbedingt zu Jahresbeginn machen! Dann haben alle wieder volle Budgets bei der neuen Versicherung. Wechsel im September wie bei euch – da werden viele sauer.
Bei der Versicherer-Auswahl achte ich inzwischen auch darauf, wie flexibel die bei Budgetüberträgen sind und wie transparent die kommunizieren. Manche Anbieter haben da kulantere Regelungen als andere.
Mit den Mitarbeitern offen kommunizieren hat bei mir am meisten geholfen. Verständnis und Transparenz schlagen die finanzielle Einbuße.
Viel Erfolg beim Wechsel!
Klaus