Hallo zusammen, ich bin aktuell bei einem mittelständischen Unternehmen (ca. 40 MA) und wir sind gerade dabei, eine bKV einzuführen. Bevor wir unterschreiben, würde ich gerne von euch erfahren: Wie sieht das konkret in der Praxis aus? Welche Tarif-Varianten habt ihr getestet, bevor ihr euch entschieden habt? Ich interessiere mich besonders dafür, welche Leistungen sich wirklich lohnen – ich höre immer wieder von Budgets, die am Jahresende verfallen, weil Mitarbeiter nicht wissen, wie sie diese nutzen können.
Auch die Frage nach Steuereffekten interessiert mich: Wie wird das bei euch abgerechnet? Gibt es da versteckte Fallstricke? Und wie habt ihr das Management intern kommuniziert – also dass die Mitarbeiter verstehen, was sie davon haben?
Danke für eure Erfahrungsberichte!
Hallo Markus W.,
gerne berichte ich aus meiner Erfahrung. Bei uns hat sich ein Kombi-Tarif mit separaten Budgets bewährt – also Zahnersatz extra, Sehhilfen extra, dazu ein kleineres Vorsorgebudget. Wichtig: Wir haben die Mitarbeiter vorher intensiv informiert. Das war der Knackpunkt! Viele wussten anfangs gar nicht, was sie nutzen können.
Zum Verfallen der Budgets – ja, das Problem kennen wir auch. Deshalb haben wir intern eine kleine "bKV-Sprechstunde" etabliert, wo ich Fragen beantworte und Mitarbeitern zeige, wie sie ihre Leistungen abrufen. Seitdem werden die Budgets deutlich besser genutzt.
Zur Abrechnung: Das läuft über Lohnabzug und ist für die MA steuerlich günstiger als private Zahlungen. Fallstricke? Achte darauf, dass der Versicherer die Abrechnungssätze klar definiert – manche Zahnärzte kennen sich damit nicht aus, dann gibts Verzögerungen.
Welcher Versicherer kommt denn bei euch in die engere Wahl?
Gruß, Rainer