Hallo zusammen,
ich beschäftige mich schon lange mit bKV und bin immer wieder fasziniert, wie unterschiedlich Mitarbeiter ihre Budgets nutzen. In unserem Unternehmen beobachte ich ein interessantes Phänomen: Im Sommer sinkt die Zahnersatz-Nutzung deutlich ab. Viele Kollegen schieben Zahnarztbesuche auf den Herbst auf, obwohl sie noch großzügiges Budget haben – wahrscheinlich wegen Urlaubsplänen oder weil sie nicht gerne im Sommer zum Zahnarzt gehen.
Das ist natürlich schade, weil am Ende des Jahres dann plötzlich eine Riesennachfrage entsteht und die Budgets verfallen. Hat jemand von euch Erfahrungen damit gemacht, wie man Mitarbeiter sanft dazu bewegt, ihre Leistungen gleichmäßiger über das Jahr zu verteilen? Oder ist das am Ende einfach das normale Nutzungsverhalten und ich sollte mich damit abfinden?
Freue mich auf eure Tipps aus der Praxis!
Hallo Rainer B.,
das Problem kenne ich sehr gut aus unserem Unternehmen! Bei uns hat es geholfen, die Mitarbeiter einfach frühzeitig zu informieren – wir versenden im Juni eine Erinnerung per Mail mit dem aktuellen Budgetstand. Dabei erwähnen wir explizit, dass Zahnersatz-Leistungen verfallen und nicht ins nächste Jahr mitgenommen werden können.
Ehrlich gesagt: Komplett verhindern lässt sich das Phänomen wahrscheinlich nicht. Menschen sind eben so – im Sommer denkt keiner an Zahnarzttermine. Aber die frühzeitige Kommunikation hat bei uns die Spitzenauslastung im November/Dezember tatsächlich etwas abgefedert.
Was auch hilft: regelmäßige Infos zu Präventionsleistungen, die man auch im Sommer in Anspruch nehmen kann – also Zahnreinigung oder Kontrollen. Das ist weniger aufwändig als größere Zahnersatz-Maßnahmen und passt zeitlich besser in die Urlaubssaison.
Mit rollierenden Budgets pro Quartal hätte ich auch schon experimentiert, bin da aber noch nicht zu klaren Ergebnissen gekommen.
Viel Erfolg dabei!