Hallo zusammen,
ich bin relativ neu im Thema bKV und habe gerade bemerkt, dass wir bei uns im Unternehmen die Budgets pro Mitarbeiter immer im August/September abrechnen. Meine Frage: Wie macht ihr das praktisch? Welche Fehler sollte man vermeiden?
Bei uns ist es teilweise so, dass einzelne Mitarbeiter ihr Budget gar nicht ausgeschöpft haben – und dann stellt sich die Frage: Verfällt das einfach? Kann man das noch irgendwie nutzen oder gibt es da steuerliche Tricks?
Auch interessiert mich: Wie plant ihr konkret die Budgets neu für das kommende Geschäftsjahr? Orientiert ihr euch am Verbrauch oder eher an fixen Beträgen pro Kopf? Ich möchte hier kosteneffizient vorgehen, ohne dass Mitarbeiter das Gefühl haben, dass Leistungen gekürzt werden.
Freue mich auf praktische Tipps aus eurer Erfahrung!
Eine kurze Ergänzung zu meinem ersten Punkt: Achtet auch darauf, ob ihr die Abrechnung monatlich oder jährlich macht – das hat auch steuerliche Konsequenzen für die Pauschalierung.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einer anbieterübergreifenden Beratung, bevor ich mich für einen bKV-Tarif entschieden habe. Die haben mir verschiedene Angebote verglichen und gezeigt, worauf ich wirklich achten sollte. Hat mir ne Menge Zeit und Frust gespart, würde ich jedem empfehlen. Beratung zum bkV-Budgettarif
Ich hab da ähnliche Erfahrungen gemacht wie du. Bei uns war das Problem, dass manche Leute bewusst nichts nutzen – aus Scheu vor dem Zahnarzt oder sowas. Seitdem kommunizieren wir proaktiv: Im Juli schreiben wir alle an und sagen: "Ihr habt noch X Euro übrig, nutzt das bitte bis Ende August." Seitdem höhere Quote.
Zum Thema Restbudget: Verfällt bei den meisten Tarifen, ja. Aber es gibt auch Modelle mit Rollover-Option – hätte bei euch vielleicht Sinn. Wir haben uns 2023 bewusst gegen die entschieden, weil die Verwaltung zu komplex wurde.
Bei der Neuplanung: Mix aus historischem Verbrauch (60%) und leichtem Aufschlag für Inflation (40%) – das hat sich praktisch bewährt.
Markus, guter Ansatz – das ist tatsächlich ein Punkt, den viele übersehen. Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Personalverwaltung: Ungenutztes Budget verfällt normalerweise, es sei denn, euer Tarif sieht explizit einen Übertrag ins nächste Jahr vor (manche Versicherer ermöglichen das, kostet aber extra).
Die kluge Lösung ist, die Abrechnung nicht zu starre zu sehen. Wenn Mitarbeiter Budget übrig haben, könnt ihr im September/Oktober noch gezielt Vorsorgeuntersuchungen oder Zahnarzt-Checks anregen – das ist betrieblich legitim und erhöht die Akzeptanz. Steuerlich: Solange die Budgets im Rahmen von §3 Nr. 34 EStG bleiben (2024: knapp 600€), seid ihr auf der sicheren Seite.
Für die Planung nächstes Jahr würde ich den tatsächlichen Durchschnittsverbrauch der letzten 2–3 Jahre nehmen, nicht die maximale Ausschöpfung. Das ist realistischer und kostet weniger.