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bKV-Leistungen im Sommer: Welche Chancen nutzen viele Arbeitgeber nicht?

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Klaus M.
Beiträge: 4
Themenstarter
(@klaus_1960)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#246]

Guten Tag zusammen,

ic bin seit vielen Jahren in der Personalwirtschaft tätig und habe zahlreiche bKV-Einführungen begleitet. Was mich immer wieder überrascht: Viele Arbeitgeber führen eine bKV ein, nutzen aber die Leistungspalette nur sehr oberflächlich und verpassen dadurch erhebliche Potentiale – sowohl bei der Kosteneinsparung als auch bei der Mitarbeiterbindung.

Gerade im August, wenn viele im Urlaub sind, fällt auf, dass Budgets nicht vollständig ausgeschöpft werden. Meine Frage: Wo liegen aus eurer Praxis die größten "blinden Flecken"? Welche Leistungsbereiche in der bKV werden von Arbeitgebern systematisch unterschätzt, obwohl sie nachweislich Mitarbeiter halten und gleichzeitig die Kostenstruktur verbessern?

Mich interessiert besonders: Gibt es Leistungen, die steuerlich noch attraktiver sind, als die meisten denken? Und wie kommuniziert man das intern, damit es auch ankommt?


2 Antworten
Wilhelm B.
Beiträge: 4
(@wilhelmbroussard)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das sehe ich ganz ähnlich, Klaus. Aus meiner Leitungserfahrung heraus: Viele Unternehmen unterschätzen die psychologische Komponente. Eine bKV, die auch Zahnersatz und Sehhilfen großzügig abdeckt, wird von Mitarbeitern ganz anders wahrgenommen als eine mit hohem Budget für "Wellness". Das bindet einfach stärker. Beim Thema Steuern: Der Arbeitgeberzuschuss zur bKV ist oft günstiger abrechenbar als man denkt, gerade wenn man die Sozialversicherungskosten einrechnet. Das sollte man regelmäßig mit dem Steuerberater durchsprechen, nicht nur einmal bei Einführung. Im August ist es auch eine gute Zeit, um Mitarbeiter gezielt auf verbrauchte oder bald verfallende Budgets hinzuweisen – viele vergessen das einfach im Urlaubstrubel.


Antwort
Thomas B.
Beiträge: 6
(@budgetkritiker47)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Klaus, das ist eine sehr gute Beobachtung. Nach meinen 20 Jahren Erfahrung mit verschiedenen Tarifen würde ich sagen: Das größte Problem ist, dass Arbeitgeber und Mitarbeiter gar nicht verstehen, *warum* bestimmte Leistungen im Tarif sind. Viele denken, dass Zahnersatz und Brille einfach "nice to have" sind – aber tatsächlich nutzen diese Leistungen eine viel höhere Anzahl von Mitarbeitern als z.B. Vorsorge. Ich habe mehrfach erlebt, dass Tarife mit hohen Budgets für Präventionsleistungen schlecht laufen, während kleinere Budgets mit klarem Fokus auf Zahn und Seh besser ankommen. Das Marketing der Versicherer zeigt oft nur die "glitzy" Sachen, nicht die Realität der Nutzung. Hier hatte ich das mal detaillierter diskutiert.


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