Hallo zusammen,
ich begleite gerade die Erneuerung unserer bKV-Strategie und möchte von euren echten Praxiserfahrungen lernen. Nicht die Verkaufsversprechen der Versicherer interessieren mich, sondern konkrete Fälle: Hat die bKV bei euch nachweislich dazu beigetragen, dass Mitarbeiter im Unternehmen geblieben sind, die sonst gegangen wären?
Ich habe in meinen 15 Jahren HR mehrfach erlebt, dass eine gut kommunizierte Budgetversicherung tatsächlich ein Differenzierungsfaktor ist – gerade im Wettbewerb um gute Fachkräfte. Aber ich suche konkrete Beispiele: Welche Tariffeatures waren dabei entscheidend? War es die Zahnersatz-Abdeckung, die Vorsorge oder eher die psychologische Wirkung des Budgets? Und wie habt ihr den ROI gemessen – durch Fluktuationsquoten, Exit-Interviews oder etwas anderes?
Auch interessiert mich: Wo ist die bKV bei der Mitarbeiterbindung gescheitert? Was verspricht mehr, als es hält?
Freue mich auf echte Erfahrungsberichte statt Theorie.
Kurze ehrliche Antwort: Bei uns hat's nicht funktioniert. Wir haben vor drei Jahren eine Premium-bKV eingeführt, um Fachleute zu halten – und zwei der wichtigsten sind trotzdem gegangen, weil sie bessere Gehälter woanders bekamen. Die bKV war schön zu haben, aber kein echtes Haltemittel. Manchmal ist einfach mehr Geld wichtiger als fancy Benefits.
Markus W. hat da recht – wir haben das ähnlich beobachtet. Bei uns war aber interessant: Die ältere Generation (45+) hat die zahnärztlichen Leistungen viel stärker genutzt und das hat echte Loyalität aufgebaut. Bei den Jüngeren war's eher die Optik und die Sportkurse, die gezogen haben. Welcher Tarif also "Retention bringt", hängt vielleicht mehr vom Durchschnittsalter eurer Crew ab, als von den reinen Leistungen?