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[Gelöst] Budgetlecks bei 120 MA: Wie handhabt ihr Restbudgets im Jahresverlauf?

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Stefan B.
Beiträge: 0
Themenstarter
(@s-bergmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#71]

Hallo zusammen,

wir haben unsere bKV mit Budgettarifen jetzt knapp zwei Jahre laufen und stoßen auf ein praktisches Problem: Bei manchen Mitarbeitern verfallen am Jahresende größere Budgetreste, bei anderen ist Mitte Juli schon alles aufgebraucht. Das führt zu Frust – die einen wollen noch zum Zahnarzt, haben aber kein Budget mehr, die anderen wissen gar nicht, dass sie noch Leistungen in Anspruch nehmen könnten.

Wir haben ca. 120 Mitarbeiter, gemischte Altersstruktur, durchschnittliches Budget pro Person bei etwa 600 Euro im Jahr für Zahnersatz, Sehhilfen und Vorsorge. Mein Problem: Wie kommuniziere ich das sinnvoll? Sollte man Restbudgets ins nächste Jahr mitnehmen können? Oder gibt es Tricks, wie man im Jahresverlauf besser steuert, damit weniger verfällt?

Wäre dankbar für konkrete Erfahrungen aus vergleichbaren Unternehmen. Wie löst ihr das?


2 Antworten
Klaus M.
Beiträge: 19
(@klaus_1962)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo Stefan,

eine klassische Herausforderung. Aus meiner Erfahrung gibt es hier einige praktische Ansätze: Erstens – und das ist wichtig – solltest du deine Mitarbeiter aktiv informieren. Ein Midyear-Check im Juli/August, wo du gezielt aufzeigst, wer noch Budget hat und bis wann es verfällt, senkt Verfallquoten um 20-30%. Viele wissen einfach nicht, dass sie noch Sehhilfen machen lassen können.

Zweitens: Prüfe mit deinem Versicherer, ob Restbudgets teilweise ins nächste Jahr rollierbar sind. Nicht alle Versicherer erlauben das, aber manche bieten flexible Modelle an. Das erhöht die Zufriedenheit deutlich.

Drittens – ein psychologischer Trick: Nutze die Sommermonate aktiv zur Kommunikation. Zahnersatz kann gerade jetzt sinnvoll sein, weil man vor dem Urlaub noch zum Zahnarzt will. Personalisierte Reminder funktionieren besser als allgemeine E-Mails.

Wie ich in meinem Beitrag zu Recruiting und bKV erwähnt habe – die Nutzung des Benefits ist genauso wichtig wie das Angebot selbst.

Viel Erfolg!


Antwort
Hans B.
Beiträge: 4
(@h-bergmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Stefan, genau das Problem kenne ich noch aus meiner Zeit in der Personalabteilung. Meine Lösung damals war einfach: Wir haben mit unserem Versicherer ein Gutschrift-Modell vereinbart – nicht genutzte Budgets zu 70% ins nächste Jahr mitgenommen, aber mit Verfallsdatum nach 18 Monaten. Das motiviert die Leute, es tatsächlich auszugeben, und reduziert den administrativen Aufwand.

Wichtig ist auch: Eine transparente Abrechnung pro Mitarbeiter (monatlich, nicht nur jährlich), damit sie selbst sehen, wo sie stehen. Das war der Game-Changer bei uns – als die Mitarbeiter ihre Restbudgets monatlich in einem Portal sehen konnten, stieg die Quote der genutzten Leistungen erheblich.

Für deinen Mittelstand würde ich sagen: Kläre zunächst mit deinem Versicherer, was überhaupt möglich ist. Dann kommuniziere klar. Der Aufwand amortisiert sich.


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