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[Gelöst] Nach 2 Jahren bKV: Wie optimiert ihr die Tarifstruktur für 150 MA?

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Thomas B.
Beiträge: 1
Themenstarter
(@t-brenner)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#87]

Hallo zusammen,

wir haben unsere bKV jetzt knapp zwei Jahre laufen und langsam zeichnet sich ein realistisches Bild ab, wie unsere 150 Mitarbeiter die Budgets tatsächlich nutzen. Die ersten Zahlen sind überraschend – manche Bereiche laufen konstant über Budget, andere unternutzen massiv.

Unser aktuelles Setup: Jahresbudget von 800 € pro Person mit Aufteilung auf Zahnersatz (40%), Sehhilfen (25%), Vorsorge (20%) und Sonstiges (15%). Besonders problematisch ist, dass in der IT-Abteilung fast alle das Sehhilfen-Budget aufbrauchen, während unsere Admin-Teams die Quote unter 30% haben. Gleichzeitig sehe ich, dass wir beim Zahnarzt massive Restbudgets haben – manche Kollegen nutzen einfach nicht aus, obwohl sie zahnersatz-relevant wären.

Meine Frage: Habt ihr in ähnlichen Größenordnungen Tarife nach ein bis zwei Jahren Betriebserfahrung angepasst? Wie seid ihr vorgegangen? War eine Reallokation der Budgetanteile möglich, ohne die bestehenden Verträge zu kündigen? Und wie kommuniziert ihr eine solche Anpassung, ohne dass Mitarbeiter das Gefühl haben, dass Leistungen abgebaut werden?

Alle praktischen Erfahrungen sind willkommen!

Thomas


2 Antworten
Klaus B.
Beiträge: 3
(@klaus-bergmann90)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Thomas, das ist eine sehr häufige Situation, die ich über die Jahre immer wieder sehe. Nach meiner Erfahrung in der Personalverwaltung würde ich folgendes empfehlen:

Zunächst solltest du eine detaillierte Nutzungsanalyse pro Abteilung erstellen – das gibt dir die Grundlage. Dann: Viele Versicherer erlauben im Vertrag sogenannte "Flexibilisierungsklauseln" oder können auf Anfrage einzelne Tarifkomponenten im nächsten Geschäftsjahr verschieben, ohne den Gesamtvertrag zu kündigen. Das ist häufig günstiger als ein reiner Wechsel.

Die Kommunikation würde ich so handhaben: Positiv darstellen, dass ihr basierend auf echten Mitarbeiterbedarf optimiert – das ist ein *Plus* und zeigt, dass das Unternehmen aufmerksam zuhört. Konkret könntest du z.B. sagen: "Wir haben gemerkt, dass unsere IT-Teams besondere Anforderungen haben und passen genau dort an."

Mein Tipp: Sprecht mit eurem Versicherer-Account-Manager. Zwei Jahre sind der perfekte Zeitpunkt für solche Gespräche – ihr habt genug Daten, aber der Vertrag läuft noch lange genug, dass Anpassungen wirtschaftlich sinnvoll sind.

Klaus B.

Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einer anbieterübergreifenden Beratung, bevor ich mich festgelegt habe. Die schauen sich wirklich alle Angebote an und nicht nur das teuerste oder günstigste. Hat mir viel Ärger mit falschen Erwartungen erspart, würde ich jedem empfehlen. Beratung zum bkV-Budgettarif


Antwort
Klaus M.
Beiträge: 1
(@klaus52)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Guter Punkt, Thomas. Bei meinen Kunden sehe ich das regelmäßig – und ja, Umschichtungen sind oft möglich. Was ich aus der Praxis mitgeben kann:

Eine Anpassung innerhalb des laufenden Vertrags funktioniert oft über Tarifmodularisierung. Bei 150 MA könnten z.B. unterschiedliche Abteilungen auch unterschiedliche "Schwerpunkt-Profile" bekommen – IT bekommt stärker Sehhilfen gewichtet, andere Bereiche dafür mehr Zahnersatz. Das ist administrativ machbar und zeigt Mitarbeitern: Wir kennen eure Bedürfnisse.

Was ich nicht empfehlen würde: Gesamte Budgets senken. Das wird immer als Leistungsabbau wahrgenommen. Besser: Umverteilen und bei Unternutzung gezielt aktivieren – z.B. durch Awareness-Kampagnen im Sommer zu den Zahnersatz-Resten.

Die realistischste Lösung bei eurem Vertrag wäre vermutlich: Mit Versicherer sprechen, ob Mid-Term-Anpassung möglich ist. Zwei Jahre ist ein natürlicher Checkpoint. Hab das in ähnlichen Fällen mehrfach gemacht.

Klaus M.


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