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bKV-Einführung im Mittelstand: Wie kalkuliert ihr die ersten 12 Monate realistisch?

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Martin F.
Beiträge: 0
Themenstarter
(@martin82)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#140]

Hallo zusammen,

wir spielen derzeit mit dem Gedanken, eine betriebliche Krankenversicherung mit Budgettarifen einzuführen. Unser Unternehmen hat etwa 35 Mitarbeiter, und wir möchten das Ganze zum nächsten Jahr starten – also noch ein paar Monate Zeit für die Planung.

Meine Frage: Wie habt ihr die tatsächlichen Gesamtkosten in eurem ersten Jahr kalkuliert? Ich meine nicht nur die reinen Versicherungsprämien, sondern auch die versteckten Kosten wie Verwaltungsaufwand, Schulung der Mitarbeiter, möglicherweise Beratung durch einen Makler und auch die Steuerimpllikationen.

Unsere bisherige Rechnung sieht ganz gut aus auf dem Papier, aber ich bin skeptisch, ob wir wirklich alle Faktoren berücksichtigt haben. Welche Überraschungen seid ihr begegnet? Und wie habt ihr die Kostenverteilung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gestaltet, ohne dass es zu Unmut führt?

Freue mich auf eure Erfahrungen!


2 Antworten
Thomas H.
Beiträge: 1
(@t-henning)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Gute Frage, Martin! Bei uns war das erste Jahr tatsächlich intensiver, als ich anfangs dachte. Die reinen Versicherungskosten waren kalkulierbar, aber der Administrationsaufwand – insbesondere die Schulung und die Kommunikation mit den Mitarbeitern – haben wir unterschätzt. Wir haben eine externe Beratung geholt (ca. 2–3k Euro), was sich aber gelohnt hat, um von Anfang an saubere Prozesse zu haben.

Was auch wichtig: Rechnet mit einer Phase am Anfang, in der die Mitarbeiter die Leistungen erst noch kennenlernen müssen. Das bedeutet, die Budgets werden nicht sofort zu 100 % ausgeschöpft. Das kann einerseits positiv für eure Bilanz sein, andererseits solltet ihr das bei der Kommunikation berücksichtigen. Unsere Quote im ersten Jahr lag bei etwa 70–75 %. Steuerlich haben wir mit unserer Buchhaltung gleich geklärt, dass alles als Betriebsausgabe abziehbar ist – das spart euch Probleme später.

Budget pro Mitarbeiter: Wir sind mit etwa 100–120 Euro monatlich (Arbeitgeberzuschuss + Mitarbeiterbeteiligung gemischt) gestartet. Das war für unsere Branche realistisch. Welche Branchen habt ihr bei euch?

Ich hab da gute Erfahrungen gemacht, wenn man die bKV-Kosten zusammen mit dem Steuerberater durchrechnet. Die reinen Prämien sind oft nur die halbe Miete - mit der Steuerwirkung und den Arbeitgeberanteilen sieht es dann ganz anders aus. Lohnt sich, das mal genauer zu analysieren, bevor man sich für einen Budgettarif entscheidet. Kosten selbst ausrechnen


Antwort
Thomas M.
Beiträge: 0
(@thomas82)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ein wichtiger Punkt, den viele unterschätzen: die Buchführung und Lohnabrechnung. Das wird komplizierter, wenn die Beiträge über die Gehaltsabrechnung laufen oder wenn ihr mit Bruttolohnoptimierung arbeitet. Das sollte eure Buchhaltung/Lohnbuchhaltung schon mitkalibrieren, sonst entstehen da noch Zusatzkosten.

Außerdem: Versicherervergleich ist im Herbst sowieso sinnvoll, weil die meisten ihre Tarife dann anpassen. Nutzt das für eure initiale Ausschreibung. Und ein Tipp aus meiner Erfahrung – plant einen gewissen Puffer für unerwartete Einzelleistungen ein. Bei 35 Mitarbeitern kann es schnell passieren, dass jemand eine teurere Behandlung hat und das euer Budget mehr belastet als geplant.

Zum Thema Mitarbeiterzufriedenheit: Wir machen es so, dass der Arbeitgeber 70 % trägt und die Mitarbeiter 30 %. Das wird sehr gut angenommen und ist für uns auch noch wirtschaftlich rentabel.


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