Hallo zusammen,
nach 15 Jahren Pause steige ich jetzt beruflich wieder ein und bin noch ganz neu in der Thematik bKV. Meine Frage richtet sich vor allem an diejenigen, die selbst ein kleineres Unternehmen aufbauen oder wieder aufbauen: Wie geht ihr bei der Kostenplanung vor?
Ich möchte meinen Mitarbeitern eine anständige betriebliche Krankenversicherung anbieten, weiß aber noch nicht, wie realistisch das für mein Budget ist. Mit welchen monatlichen Kosten pro Mitarbeiter sollte ich rechnen – und was ist da bereits mit Steuerersparnis eingerechnet oder nicht? Gibt es große Unterschiede zwischen den Versicherern beim Thema Tarifstabilität? Ich habe gelesen, dass die Prämien oft schneller steigen als gedacht.
Auch interessiert mich: Sollte ich als Arbeitgeber die vollen Kosten tragen oder gibt es da bewährte Modelle, wie man die Finanzierung zwischen mir und den Mitarbeitern aufteilt? Und gibt es typische Anfängerfehler, die man bei der Kostenplanung vermeiden sollte?
Danke für eure praktischen Tipps!
Werner
Hallo Werner,
kompletter Neuling hier, aber bei meinem neuen Arbeitgeber habe ich gerade gelernt, dass ich die Kosten für Budgetüberschreitungen selbst tragen muss, wenn ich mehr Zahnersatz oder sowas brauche. Das war mir vorher gar nicht klar. Vielleicht solltest du das deinen Mitarbeitern von Anfang an transparent kommunizieren, damit es später keine Überraschungen gibt?
Sarah
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit dem kostenlosen Leitfaden für Arbeitgeber. Der hat mir beim Start unserer bKV wirklich geholfen, die wichtigsten Punkte nicht zu übersehen. Schau dir das mal an, wenn du gerade überlegst, wie du das Ganze angehen willst. Leitfaden zur Einführung
Hallo Werner,
gute Frage, und es ist klug, dass du dich so gründlich informierst. Bei uns mit 150 Mitarbeitern zahlt der Arbeitgeber etwa 75–80 % der Prämie, der Arbeitnehmer den Rest. Das hat sich bei der Bindung bewährt.
Zum Thema Kosten: Budgettarife sind transparenter als klassische bKV. Rechne mit 100–150 € monatlich pro MA im Budgetbereich – Versicherer unterscheiden sich da aber deutlich. Der kritische Punkt: Tarifstabilität. Wir haben gelernt, dass man die Prognosen der Versicherer hinterfragen muss. Die kalkulieren oft zu niedrig. Lass dir immer 3-Jahres-Szenarien geben, nicht nur das erste Jahr.
Bei der Steuer: Die Arbeitgeberbeiträge zur bKV sind Betriebsausgaben, für den Arbeitnehmer läuft es über Gehaltsumwandlung – das spart ihm Sozialversicherung. Das sollte euer Steuerberater abwickeln.
Mein wichtigster Tipp: Fang klein an und bau aus. Du musst das auch wirtschaftlich stemmen können, besonders wenn du wieder aufbaust.
Grüße, Thomas