Hallo zusammen,
wir sind gerade in der Phase, unsere bestehende bKV zu evaluieren und überlegen, ob ein Wechsel zu einem anderen Budgettarif sinnvoll ist. Hintergrund: Wir haben aktuell ca. 85 Mitarbeiter, und unsere Quote ist stabil, aber wir sehen bei den Jüngeren weniger Engagement mit dem Benefit als erhofft.
Meine Frage ist weniger technisch als organisatorisch: Wie kommuniziert man einen Tarifwechsel nach innen, ohne dass es wirkt wie "der alte Tarif war Mist"? Viele unserer Mitarbeiter haben sich ja gerade an die aktuelle Lösung gewöhnt. Ich möchte das als positive Entwicklung positionieren – bessere Leistungen, flexiblere Budgets für die, die sie wirklich brauchen – ohne dass es nach Verunsicherung oder versteckten Kürzungen klingt.
Wie habt ihr das gemacht? Habt ihr vorher intensiv mit Mitarbeitern gesprochen, oder eher informativ kommuniziert? Und wie wichtig war es, die steuerlichen oder wirtschaftlichen Vorteile zu erklären – interessiert das überhaupt jemanden?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Das klingt nach einer guten Überlegung. Bei uns mit 150 Leuten war die Erkenntnis: Tarifwechsel funktioniert am besten, wenn man ein konkretes Problem löst, nicht einfach "optimiert". Wir hatten z.B. viele Anfragen zu Zahnersatz und Brillen – also haben wir in diese Richtung adjustiert und das zum Anker gemacht.
Mein Tipp: Macht einen kleinen Workshop mit eurem Betriebsrat (falls vorhanden) oder zumindest ein paar Vertrauenspersonen aus verschiedenen Teams. Die können euch sagen, wie die Message bei den Leuten ankommt. Und achtet darauf, dass keine Leistungen wirklich rückläufig sind – dann wird es schnell zum Politikum.
Was sind denn die konkreten Hebel bei euch? Wo seht ihr die Demotivation?
Sarah, das ist eine sehr berechtigte Frage. Bei uns hat sich bewährt, den Wechsel als Anpassung an Mitarbeiterfeedback zu framen – nicht als Korrektur der Vorgängerlösung. Wir haben vorher eine kleine Umfrage gemacht zu Wünschen und Gaps, und dann bei der Ankündigung explizit gesagt: "Basierend auf euren Rückmeldungen erweitern wir die Leistungen in den Bereichen X und Y." Das schafft Ownership und Wertschätzung statt Verunsicherung.
Zum Finanzielle: Ich würde das eher im Hintergrund halten. Für HR und Geschäftsführung relevant, für Mitarbeiter interessiert eher "Was habe ich davon?". Konkrete Beispiele sind dein Freund – "Wer eine Zahnbehandlung plant, hat jetzt 500 statt 400 Euro" – das verstehen alle.
Wie groß ist eure Fluktuation aktuell, und wo seht ihr die größten Hebel beim Tarif?