Hallo zusammen,
wir stehen gerade vor einer interessanten Situation: Nach 15 Jahren in der Personalleitung habe ich mehrere bKV-Einführungen begleitet, aber eine Frage beschäftigt mich immer wieder – wie messt ihr eigentlich, ob die Mitarbeiter mit ihrem Budget wirklich zufrieden sind? Nicht nur statistisch, sondern im echten Arbeitsalltag?
Ich habe beobachtet, dass viele Unternehmen nach der Einführung eines Budgettarifs die Reaktionen nur oberflächlich tracken. Wir bekommen positive Feedback-Formulare, aber die Kundigungsquoten sinken nicht wirklich. Im September – also wenn viele Mitarbeiter ihre jährliche Planung überdenken – müssen wir wissen, ob unsere Leistungen wirklich ankommen.
Mich interessiert konkret: Welche Indikatoren nutzt ihr, um festzustellen, ob ein Budgettarif tatsächlich die Bindung stärkt? Gebt ihr den Mitarbeitern Tools in die Hand, ihr Budget selbst zu verwalten? Und wie kommuniziert ihr transparent, was denn im September noch offen ist?
Würde mich auf konkrete Beispiele aus euren Unternehmen freuen.
Hi Rolf,
da ich gerade erst anfange, das Thema zu durchblicken – wie sieht denn so ein Budget-Tracking Tool konkret aus? Nutzen eure Mitarbeiter da einen Online-Zugang, um zu sehen, was sie noch haben? Das würde mir helfen zu verstehen, ob ich mein Budget strategisch planen sollte oder eher spontan nutzen kann.
Danke schonmal!
Gute Frage, Rolf. Bei uns funktioniert das über regelmäßige Umfragen plus Auswertung der tatsächlichen Leistungsabrechnung – wir schauen also, WAS die Leute buchen und WANN. Im September beginnen viele Mitarbeiter dann aktiv zu nutzen, was sie noch haben. Deshalb geben wir ihnen Anfang September eine kurze Übersicht per Mail: "Dein Budget ist xyz, Restbudget ist abc – das kannst du noch nutzen für:" Ist banal, aber der Effekt ist real. Die Abrechnungsquoten steigen um 15-20% in der Phase. Wichtig: Wir präsentieren das positiv, nicht als Druck. Das kommt bei den Leuten besser an als irgendwelche KPI-Zahlen.