Hallo zusammen, ich bin neu in der Diskussion hier und hätte gerne ein paar praktische Tipps von euch. Bei uns im Unternehmen haben wir jetzt eine bKV mit Budgettarif eingeführt und ich versuche, das Ganze für mich selbst besser zu verstehen.
Meine Situation: Ich habe noch etwa 1.200 Euro von meinem Jahresbudget über. Es ist jetzt September und mein Zahnarzt meint, ich sollte bald einen Zahnersatz machen lassen (kostet ungefähr 800 Euro, Eigenanteil). Gleichzeitig denke ich, dass ich die restlichen 400 Euro lieber für Vorsorgeuntersuchungen oder Sehhilfen sparen sollte, falls noch was ansteht bis Ende Dezember.
Wie würdet ihr das handhaben? Nutzt ihr euer Budget lieber komplett aus oder seid ihr eher vorsichtig und reserviert noch was? Und gibt es da auch steuerliche Aspekte, die ich beachten sollte? Freue mich auf eure Erfahrungen!
Marco, gute Frage! Meine Erfahrung aus 15 Jahren Personalleitung: Es kommt drauf an, wie dein Tarif strukturiert ist. Wenn das Budget verfällt – würde ich den Zahnersatz jetzt machen lassen. Bei uns haben viele Mitarbeiter das bereut, wenn sie zu vorsichtig waren und dann Leistungen einfach weg waren.
Steuerlich sind deine Ausgaben ja ohnehin schon optimiert, weil die bKV vom AG bezuschusst wird. Das ist nicht wie private Zahnbehandlungen. Ich würde höchstens 200-300 Euro reserve halten für akute Sachen. Den Rest reinnehmen. Die Vorsorge läuft ja auch über normale Versicherung, da brauchst du das Budget nicht extra zu sparen.
Welcher Versicherer ist denn bei euch im Tarif?
Das kommt auf deine persönliche Situation an – also ob du in den nächsten Monaten noch Vorsorgeuntersuchungen machst oder neue Brille brauchst. Ich würde aber ehrlich gesagt nicht zu lange überlegen. Nach 40 Jahren Personalmanagement kann ich dir sagen: Mitarbeiter, die ihre Budgets strategisch nutzen, sind zufriedener. Zahnersatz ist sinnvoll investiert, Vorsorge sollte eh kostenlos sein.