Hallo zusammen,
wir stehen gerade mitten im August und beschäftigen uns mit einer Frage, die mich schon länger umtreibt: Einige unserer Mitarbeiter haben ihre jährlichen Budgets bei uns schon zu etwa 70-80% ausgeschöpft – wir reden da von Zahnarzt, Physiotherapie, neue Brille. Das ist völlig normal bis hierher.
Aber jetzt die Frage: Sollen wir die Budgets für diese Mitarbeiter nachträglich erhöhen, damit die zweite Jahreshälfte nicht zum Hasardspiel wird? Oder ist das wirtschaftlich unsinnig und wir sollten einfach abwarten, wie viel tatsächlich bis Dezember noch anfällt?
Bisherige Erkenntnis von mir: Wenn wir jetzt erhöhen, sparen wir Verwaltungsaufwand im September. Aber es kann auch sein, dass die Mitarbeiter gar nicht so viel brauchen und wir umsonst mehr Prämie zahlen.
Wie handhaben das andere Unternehmen? Gibt es da Best Practices für Midyear-Adjustments bei Budgettarifen? Und: Welche steuerlichen Aspekte muss ich dabei beachten – erhöht eine nachträgliche Anpassung später die Lohnnebenkosten?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Markus
Guter Punkt, Markus. Das Problem: Eine Nacherhöhung im August ist steuerlich häufig unproblematisch, solange die Versicherer das mitmachen – das ist aber oft nur im Rahmen der regulären Anpassungsfristen möglich.
Meine Erfahrung: Einfach abwarten ist oft günstiger. Die meisten Mitarbeiter priorisieren selbst und schieben weniger dringende Ausgaben ins nächste Jahr. Wir erhöhen nur bei klaren medizinischen Gründen, die absehbar sind – z.B. angekündigte Zahnsanierungen. Spontane Erhöhungen sind dann eher Kostenverursacher als Lösung.
Zur Steuer: Solange der Arbeitgeber die Prämie trägt, keine Probleme. Kritisch wird's nur, wenn ihr plötzlich ohne Systematik erhöht – das kann der Betriebsprüfung als wilde Lohnzahlung ausgelegt werden. Dokumentiert also nachvollziehbar, warum.
Langjährig spart ihr eher, wenn ihr die Budgets stabil haltet und nur zum Jahreswechsel neu evaluiert.
Markus, ich bin noch relativ neu in dieser Thematik, aber aus meiner bisherigen Recherche heraus: Würde ich eher nicht nachsteuern. Bei meinem geplanten Einstieg in die bKV möchte ich ja gerade vorhersehbare Kosten haben – und dazu gehört für mich, dass ich die Jahresbudgets von Anfang an realistisch kalkuliere, nicht zwischendrin korrigiere.
Die Frage, die ich mir stelle: Wenn 70% der Mitarbeiter im August 70-80% des Budgets aufgebraucht haben – ist das Budget dann zu niedrig angesetzt gewesen? Das würde ich beim nächsten Tarifwechsel lieber im Gespräch mit dem Versicherer klären. Spontane Mid-Year-Anpassungen klingen nach administrativem Overhead ohne echten Mehrwert, oder sehe ich das falsch?
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einer anbieterübergreifenden Beratung - die Jungs kennen wirklich alle Angebote und nicht nur die vom eigenen Arbeitgeber. Hat mir viel Zeit gespart und ich kenne jetzt wirklich meine Optionen. Kann ich jedem empfehlen, der sich unsicher ist. Beratung zum bkV-Budgettarif