Hallo zusammen,
wir stehen gerade wieder vor der klassischen Herbst-Situation: Das Budget für 2024 läuft, erste Nachzahlungen zeichnen sich ab, und ich muss jetzt entscheiden, wie wir das intern handhaben. Bei uns im Unternehmen (150 MA) haben wir bislang die Kostensteigerungen komplett vom Arbeitgeber getragen – aber das wird langsam kritisch für unser HR-Budget.
Meine Frage: Wie geht ihr praktisch vor, wenn klar wird, dass die Prämienentwicklung schneller steigt als erwartet? Zahlt der AG einfach drauf, oder verhandelt ihr mit den Mitarbeitern transparenter über eine Kostenaufteilung? Ich will nicht einfach die Belastung im nächsten Tarifvertrag "verstecken", sondern das ehrlich kommunizieren.
Auch interessiert mich: Kennt ihr da Steuerfallen? Wenn wir einen Teil der Mehrkosten an die MA weitergeben – müssen wir da was bei der Lohnabrechnung beachten oder bleibt das eine reine Kostenumverteilung im Versicherungsbeitrag?
Freue mich über eure Erfahrungen, besonders von anderen Personalleiter:innen im Mittelstand.
Ich bin da eher vorsichtig mit der Weitergabe. Wo ich zuletzt gelesen habe – glaub in dem Thread zu Steuervergünstigungen bei bKV – wurde deutlich, dass AN oft gar nicht wissen, was ihnen das kostet. Wenn du einfach die Kostenbeteiligung erhöhst, wirkt sich das auf Netto aus, auch wenn Steuern gespart werden.
Meine ehrliche Meinung: Bei 150 MA würde ich erst mal intern schauen, ob die Tarife wirklich optimal sind. Oft gibt es da noch Spielraum bei den Versicherer-Verhandlungen, bevor man die Last abwälzt. Alternativ: Leistungen im Budget neu gewichten – nicht alles gleich finanzieren.