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Arbeitgeberzuschuss zur bKV: Wie spart ihr wirklich Lohnnebenkosten?

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Klaus B.
Beiträge: 6
Themenstarter
(@klaus-bergmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#75]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit Personalwirtschaft und habe gemerkt, dass viele Arbeitgeber die echten Einsparpotenziale einer bKV mit Budgettarif nicht richtig ausschöpfen. Natürlich spart man durch die Sozialversicherungsbefreiung, aber wie geht ihr konkret vor, um die Kostenersparnis zu maximieren?

Meine Frage: Wie kalkuliert ihr den optimalen Arbeitgeberzuschuss? Orientiert ihr euch an den durchschnittlichen Leistungen aus den ersten Halbjahren oder fahrt ihr eine konservativere Strategie? Im Juli merke ich jetzt, dass einige unserer Unternehmen die ersten Kostenblöcke sehen und anfangen zu rechnen.

Und noch was: Wie handhabt ihr das fiscal? Wird der Zuschuss als vollständige Betriebsausgabe behandelt oder gibt es Fallstricke mit der Finanzbehörde? Gerne auch Erfahrungen aus eurem eigenen Unternehmen – was hat sich bewährt, was eher nicht?

Freue mich auf den Austausch!


2 Antworten
Stefan B.
Beiträge: 32
(@s-brenckmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Gute Frage, Klaus! Bei uns in der Firma funktioniert das so: Wir haben im ersten Jahr konservativ kalkuliert und einen Zuschuss von ca. 80% der durchschnittlichen Kosten von Versicherern angesetzt. Damit fahren wir sicherer – wenn die Nutzung dann höher liegt, ist das sogar positiv für die Mitarbeitermotivation.

Zum Steuerthema: Der Zuschuss zur bKV ist komplett Betriebsausgabe, soweit der Tarifzustand das erlaubt. Wichtig ist nur, dass ihr ordentlich dokumentiert, wer welchen Zuschuss bekommt. Wir haben das mit unserer Buchhaltung eng mit dem Steuerberater geklärt – die sind da manchmal unsicher, weil bKV noch nicht überall standard ist.

Die Ersparnis durch SVB-Freiheit ist das echte Geld: Bei 150€ Zuschuss pro Monat spart ein Arbeitgeber mit beiden Anteilen ca. 25-26€ monatlich pro Kopf. Bei 50 MA sind das immerhin 15.000€ im Jahr – das rechnet sich schnell.


Antwort
Rolf S.
Beiträge: 4
(@r-schneider)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Klaus, das ist tatsächlich einer der am meisten unterschätzten Hebel. Ich habe in den letzten 15 Jahren mehrere Einführungen begleitet und sehe immer wieder: Arbeitgeber zahlen einfach drauf, weil sie die Sozialversicherungsbefreiung nicht wirklich verstanden haben.

Bei uns und den Firmen, die ich begleite, rechnen wir so: Durchschnittliche monatliche Kosten ermitteln (nach 3-4 Monaten), dann Arbeitgeberzuschuss ca. 5-10% unter diesem Schnitt setzen. Das fördert die Eigenverantwortung und reduziert Übernutzung. Gleichzeitig deckt ihr als AG ja durch die SVB-Befreiung einen großen Teil der Kosten ab.

Zur Steuer: Definitiv mit Steuerberater klären, aber generell ist das alles kostenlos – soweit es im Budgettarif bleibt. Der Trick ist: Dokumentiert alles sauber, dass die bKV tatsächlich ein Zusatzversicherungs-Element ist und nicht die Grundversorgung ersetzt. Dann habt ihr keine Probleme mit dem FA.


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