Hallo zusammen,
ich bin seit ein paar Monaten in einem neuen Job in der IT und mein Arbeitgeber hat gerade eine bKV mit Budgettarifen eingeführt. Das klingt erstmal attraktiv, aber ich frage mich, wie das wirklich mit den Steuern funktioniert.
Wenn der Arbeitgeber die Prämie zahlt – ist das dann für mich steuerfrei? Und wenn ja, muss ich da selbst aktiv etwas in der Steuererklärung angeben oder läuft das automatisch? Ich habe da ganz unterschiedliche Infos gehört und möchte da nicht unwissend in die Falle tappen.
Außerdem interessiert mich: Lohnt sich eine bKV mit Budgettarif aus finanzieller Perspektive wirklich mehr als die gesetzliche Krankenversicherung? Gibt es da versteckte Kosten, die ich berücksichtigen sollte? Habt ihr konkrete Erfahrungswerte, wie viel man im Jahr wirklich spart?
Freue mich über praktische Tipps!
Markus G.
Markus, das freut mich, dass du da differenziert nachfragst. Ich nutze mein Budget inzwischen ziemlich bewusst – hatte mich ja hier auch schon zur Budgetausschöpfung ausgetauscht. Was die Steuern angeht, musst du beachten: Nicht alle Tarife sind gleich strukturiert. Bei manchen zahlst du einen Eigenanteil, und nur der Arbeitgeberanteil ist steuerbegünstigt. Das kann dann im Grenzfall bedeuten, dass du unterm Strich nicht viel sparst, wenn du ohnehin einen hohen Steuersatz hast. Bei der Budgetplanung solltest du sowas miteinkalkulieren. Meine Empfehlung: Lass dir vom Arbeitgeber die genaue Kostenaufschlüsselung geben, dann kannst du dich wirklich informiert entscheiden.
Gute Frage! Das ist tatsächlich einer der großen Vorteile der bKV, den viele unterschätzen. Wenn dein Arbeitgeber die Prämie zahlt, ist das für dich vollkommen steuerfrei – das läuft über § 3 Nr. 34 EStG. Heißt: Es wird nicht als Lohn versteuert, du musst da auch aktiv nix machen in der Steuererklärung, das regelt dein Arbeitgeber in der Lohnabrechnung.
Zum finanziellen Nutzen: Das hängt wirklich davon ab, wie viel du bereits verdienst und welche Leistungen du nutzt. Wenn du regelmäßig zum Zahnarzt gehst, Sehhilfen brauchst oder Vorsorgeuntersuchungen nutzt, macht sich das schnell bemerkbar. Ich bin IT-PM und habe in den ersten 6 Monaten mein ganzes Jahresbudget für Zahnersatz und Brille aufgebraucht – das hätte mich ohne bKV deutlich mehr gekostet.
Aber ehrlich gesagt: Die versteckten Kosten halten sich in Grenzen, wenn du einen seriösen Anbieter hast. Verglichen mit privater KV brauchst du dich da nicht zu fürchten.