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[Gelöst] bKV-Fluktuationsrisiko: Wie sichern wir den ROI bei Kündigungen?

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Klaus B.
Beiträge: 2
Themenstarter
(@klaus-bergmann99)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#79]

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach 18 Jahren in der Personalleitung stelle ich mir immer wieder die gleiche Frage: Wie wirtschaftlich ist eine bKV wirklich, wenn gerade diejenigen Mitarbeiter gehen, in deren Gesundheit wir investiert haben?

Wir haben vor zwei Jahren auf einen Budgettarif umgestellt – 2.000 EUR pro Kopf jährlich, überwiegend für Zahnersatz, Sehhilfen und Vorsorge. Die Mitarbeiterzufriedenheit ist gestiegen, das sehe ich deutlich. Aber: In den letzten 18 Monaten sind fünf erfahrene Fachkräfte gegangen – teils zu Wettbewerbern, teils in die Selbstständigkeit. Wir hatten jeweils schon 800–1.200 EUR pro Person in ihre Leistungen investiert.

Meine Frage: Wie kalibriert man das richtig? Lohnt sich bKV überhaupt als Bindungsinstrument, wenn die durchschnittliche Verweildauer ohnehin unter 5 Jahren liegt? Oder nutzen wir die falschen Schwerpunkte bei den Leistungen?

Welche Erfahrungen habt ihr mit Kündigungen und bKV-Investitionen gemacht? Gibt es Tarife, die weniger anfällig für diesen ‚Verlustverschärfungseffekt' sind?


3 Antworten
Helmut B.
Beiträge: 19
(@helmutbraun)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Da stimme ich Rolf zu. In meinen Jahrzehnten in der Personalverwaltung habe ich gesehen: bKV wirkt nicht isoliert. Es braucht ein Gesamtpaket – fairer Lohn, gutes Klima, Aufstiegschancen. Aber wer weggehen will, geht. Wer bleiben könnte und zweifelt, für den ist gute bKV oft der Zündfunke zu bleiben.


Antwort
Rolf S.
Beiträge: 4
(@r-schneider)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Starker Punkt, Klaus. Ich würde aber widersprechen: Fluktuation hat fast immer andere Gründe – Führung, Entwicklung, Gehalt. bKV ist kein Retention-Tool, sondern ein Hygiene- und Attraktivitätsfaktor. Der ROI-Gedanke ist richtig, aber misst das Falsche. Besser: bKV senkt die Quote der *vermeidbaren* Kündigungen um vielleicht 5–10 %, statt sie zu brechen. Bei 50 Mitarbeitern und 15% Fluktuation = 2–3 Personen weniger weg pro Jahr. Das rechnet sich schnell. Aber nur, wenn die Rahmenbedingungen sonst stimmen.


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Herbert M.
Beiträge: 3
(@vorsorgepro67)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Klaus, das ist eine berechtigte Frage. Ich habe das ähnlich erlebt: bKV ist kein Wundermittel gegen Fluktuation, aber ein wichtiger Baustein. Meine Erfahrung zeigt – es kommt darauf an, *wann* man investiert. Nicht jeden ins Budget von Tag 1, sondern gezielt bei Leistungsträgern nach der Probezeit. Das senkt den Verlust psychologisch und faktisch. Auch wichtig: Die bKV transparent machen, nicht als stille Leistung. Mitarbeiter, die wissen, was ihnen zuteil wird, gehen weniger schnell.


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