Hallo zusammen,
ich arbeite seit 15 Jahren in der bKV-Branche und merke gerade in den Gesprächen mit HR-Leitern und Kandidaten, dass sich da etwas verschoben hat. Früher war eine gute Krankenversicherung ein großes Plus bei der Arbeitgebersuche. Heute habe ich den Eindruck, dass viele Kandidaten gar nicht wissen, was ihnen eine bKV mit Budgettarif konkret bringt – vor allem bei Zahnersatz, Vorsorge und Sehhilfen.
Meine Frage: Wie nutzt ihr die bKV konkret im Recruiting-Gespräch, um Kandidaten zu überzeugen? Gebt ihr konkrete Beispiele, wie viel ein gutes Budget für Zahnbehandlung wert ist? Und seht ihr, dass die bKV wirklich entscheidend ist, wenn es um die Jobentscheidung geht – oder spielen Gehalt und flexible Arbeitszeiten längst eine größere Rolle?
Würde gerne von euren Erfahrungen lernen, besonders jetzt im Sommer, wenn viele Unternehmen aktiv rekrutieren.
Gute Frage, Klaus M. Aus meiner Erfahrung in der Personalleitung kann ich dir sagen: Die bKV ist definitiv noch ein Differenzierungsmerkmal, aber du hast recht – sie ist nicht mehr das KO-Kriterium.
Was bei uns funktioniert, ist konkrete Zahlenarbeit im Gespräch. Wenn wir beispielsweise erzählen, dass das Budget jährlich 800 Euro für Zahnersatz abdeckt, verstehen Kandidaten das besser als abstrakte Begriffe. Manche haben noch nie von Budgettarifen gehört und denken, die klassische GKV reicht völlig aus.
Im Endeffekt spielen Gehalt und mobiles Arbeiten tatsächlich stärker rein – zumindest bei jüngeren Kandidaten. Aber: Es ist ein gutes Add-on im Paket. Besonders für Leute über 40, die wissen, dass Zahnbehandlungen teuer sind, wirkt sich die bKV positiv aus. Wir nutzen das eher als Bestätigung für ein gutes Gesamtpaket als als Hauptargument.
Mein Tipp: Testet, ob euer bKV-Tarif überhaupt zu euren Kandidaten passt. Eine günstige Variante hilft im Recruiting weniger als ein durchdachter Tarif mit echtem Mehrwert.