Hallo zusammen,
wir sitzen gerade in der Planung für Q4 und ich bin mir unsicher, wie ich die Kosteneffizienz unserer aktuellen bKV bewerte. Bei 150 Mitarbeitern haben wir einen Budgettarif mit monatlich 45 Euro pro Person – das sind knapp 81.000 Euro pro Jahr für uns als Arbeitgeber. Hinzu kommen die Arbeitnehmerbeiträge, die wir teilweise subventionieren.
Meine Frage ist praktischer Natur: Wie viel sollte ich in die Nachkalkulation der tatsächlich genutzten Leistungen investieren? Wir haben aktuell keine detaillierte Auswertung, welche Fachbereiche die Budgets wie ausschöpfen. Es fühlt sich an wie ein großer administrativer Aufwand, das monatlich zu tracken.
Zum anderen überlege ich, ob ein Tarifwechsel zu einem anderen Anbieter mittelfristig kostengünstiger wäre – oder bindet man sich damit nicht eher fest? Gibt es Erfahrungen von anderen Personalverantwortlichen, wie ihr die Wirtschaftlichkeit über mehrere Jahre bewertet? Worauf sollte ich beim Vergleich als nächstes schauen?
Ich bin ehrlich: Bei dir klingt es, als würde dein Anbieter gut mitlaufen – 45 Euro für 150 MA ist im heutigen Markt nicht überteuert. Bevor du wechselst, würde ich den aktuellen Vertrag einfach mal transparent machen: Was werden denn tatsächlich pro Jahr ausgegeben? Wenn die Quote unter 60-70 % liegt, hast du Verhandlungsspielraum beim jetzigen Partner. Das ist meist günstiger als ein Neuwechsel.
Thomas, bei der Größe würde ich dir folgende Struktur empfehlen: Statt monatliches Detailtracking könntet ihr quartalsweise eine Stichprobe aus den Abrechnungen eurer Versicherung nehmen – meist bieten die das kostenlos an. Das gibt dir einen realistischen Auslastungsgrad ohne täglichen Verwaltungsaufwand.
Zum Tarifwechsel: Die meisten Anbieter haben Bindungsfristen von 2-3 Jahren. Ein Wechsel lohnt sich nur, wenn die Einsparung mindestens 8-12 % beträgt – darunter rechnet sich der organisatorische Aufwand nicht. Wichtig ist auch, die Leistungstiefe zu vergleichen: Mancher günstiger Tarif hat versteckte Deckelungen bei Zahnersatz oder Psychotherapie.
Ein Tipp: Kalkuliert die Steuerersparnis ein. Bei einem AG-Zuschuss senkt sich auch eure Lohnsteuerlast. Das wird oft vergessen und macht einen "teuren" Tarif plötzlich wirtschaftlicher.
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einer anbieterübergreifenden Beratung, die sich wirklich Zeit für die Analyse nimmt. Die haben mir mehrere Angebote von verschiedenen Anbietern gezeigt und nicht versucht, mir was reinzudrücken. Spart am Ende oft mehr, als man denkt. Kann ich dir wärmstens empfehlen, wenn du dich unsicher bist. Beratung zum bkV-Budgettarif