Hallo zusammen,
wir sind gerade dabei, unsere erste betriebliche Krankenversicherung mit Budgettarif einzuführen. Das Thema Kosten und Finanzierung macht mir ehrlich gesagt ein bisschen Kopfzerbrechen – ich möchte da keinen Fehler machen.
Meine Fragen:
1. Wie kalkuliert ihr die monatlichen Kosten pro Mitarbeiter realistisch? Gibt es versteckte Kostenpunkte, die man leicht übersieht?
2. Welche steuerlichen Auswirkungen sollte ich beim Abschluss beachten – für uns als Arbeitgeber und für die Mitarbeiter?
3. Wie geht ihr damit um, wenn einzelne Mitarbeiter ihr Budget überschreiten? Trägt dann das Unternehmen die Kosten oder der Mitarbeiter selbst?
Wir sind ein mittelständisches Unternehmen mit rund 80 Mitarbeitern. Ein attraktives Leistungspaket ist uns wichtig, aber natürlich müssen die Zahlen auch aufgehen. Habt ihr konkrete Tipps aus der Praxis?
Ich würde noch einen Punkt ergänzen, den ich in meiner Erfahrung oft unterschätzt sehe: die Kommunikation der Kostenbeteiligung gegenüber den Mitarbeitern. Das Budget sollte wirklich transparent sein, sonst gibt es später Frustration. Bei Überschreitungen empfehle ich, das von vornherein transparent zu regeln – entweder der MA zahlt selbst zu (eher unbeliebt) oder ihr kalkuliert ne Rücklage ein. Wir hatten gute Erfahrung damit, bei der Einführung aussagekräftige Beispiele zu geben: "Bei Brille + Zahnbehandlung haben Sie xxx Euro zur Verfügung" – das macht's greifbar und die Akzeptanz ist deutlich höher. Welcher Budgetrahmen schwebt euch denn vor pro Person?
Thomas, das ist die richtige Frage zum richtigen Zeitpunkt. Bei der Kalkulation würde ich folgende Punkte empfehlen: Erstens, nicht nur die Versicherungsprämie einrechnen, sondern auch Verwaltungskosten und Abwicklung. Zweitens, mit eurem Versicherer klären, ob Überschüsse oder Defizite im Budget rollierend mitgenommen werden – das ist oft ein wichtiger Gestaltungspunkt. Zur Steuer: Die Arbeitgeberbeiträge zur bKV sind grundsätzlich Betriebsausgaben und die Leistungen für Mitarbeiter meist steuerfrei, wenn die Voraussetzungen passen. Ich empfehle, dazu einen Steuerberater zu konsultieren. Und bei Budgetüberschreitungen: Das solltet ihr vorab vertraglich regeln – manche setzen Eigenanteile fest, andere tragen das selbst. Was hat sich bei euch bislang als attraktiv herausgestellt?