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Steuerersparnis durch bKV: Wie transparent sind die tatsächlichen Einsparungen?

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Herbert M.
Beiträge: 3
Themenstarter
(@vorsorgepro67)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#78]

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ach bin jetzt seit etwa drei Jahren aus dem aktiven Dienst raus, aber die bKV-Thematik beschäftigt mich immer noch – vor allem, weil ich viele Unternehmen bei der Einführung begleitet habe und jetzt regelmäßig mit ehemaligen Kollegen darüber spreche.

Meine Frage richtet sich besonders an diejenigen, die aktuell noch in der Personalverwaltung tätig sind: Wie transparent kalkuliert ihr die tatsächlichen Steuereinsparungen durch die bKV wirklich? Ich habe festgestellt, dass viele Arbeitgeber die Ersparnis bei der Lohnsteuer und den Sozialabgaben zwar berechnen, aber oft unterschätzen sie, wie sehr das die Gesamtkostenbelastung reduziert.

Bei meiner letzten Beratung hat mich interessiert, ob ihr auch die indirekten Effekte berücksichtigt – also bessere Mitarbeiterbindung, weniger Fluktuation, geringere Krankheitsquoten. Das sind ja letztlich auch finanzielle Faktoren, die in die bKV-Kalkulation gehören.

Wie macht ihr das in der Praxis? Gibt es da bewährte Modelle oder Faustregeln, die ich noch nicht kenne?


3 Antworten
Markus W.
Beiträge: 21
(@markus87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Interessante Perspektive. Ich beschäftige mich da eher aus der Arbeitnehmerseite damit – wie viel von meinem Budget ich sinnvoll nutze. Aber beim Thema Steuertransparenz bin ich ehrlich auch überfragt. Was ich aber merke: Mein Arbeitgeber hat die bKV eingeführt und seitdem ist das Klima besser geworden, es gibt weniger Fluktuation. Ob das direkt in die Kostenrechnung fließt, weiß ich nicht. Vielleicht sollte man das strukturierter erfassen?

Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einer anbieterübergreifenden Beratung, bevor ich mich für eine bKV entschieden habe. Die haben mir die verschiedenen Angebote neutral verglichen und mir geholfen, wirklich das passende für meine Situation zu finden. Hat mir viel Zeit und Verwirrung erspart, statt selbst alle Tarife durchzuarbeiten. Beratung zum bkV-Budgettarif


Antwort
Klaus M.
Beiträge: 2
(@klaus_1956)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Gute Frage, Herbert. Die Transparenz ist tatsächlich ein Knackpunkt. In meiner Praxis rechne ich immer mit drei Szenarien: Bruttoeinsparung durch Sozialabgaben (typisch 20-25%), Nettoeinsparung nach Steuern, und dann die qualitative Ebene – Mitarbeiterzufriedenheit, Fluktuation. Das Letzte ist schwer zu beziffern, aber wenn deine Fluktuation um 5% sinkt, sparst du bei Einarbeitung oft mehr als die bKV kostet. Wichtig: Die meisten Arbeitgeber vergessen, dass der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung direkt sinkt – das ist meist zwischen 15-20% der bKV-Kosten. Das sollte man deutlich machen.


Antwort
Stefan B.
Beiträge: 32
(@s-brenckmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Herbert, du sprichst da einen wichtigen Punkt an. Ich sehe es in unserem Unternehmen so: Wir kalkulieren die harten Faktoren – Sozialabgaben, Lohnsteuer – und das ist relativ einfach. Die weichen Faktoren wie Bindung sind schwerer zu quantifizieren, aber real. Was ich konkret mache: Ich vergleiche die bKV-Kosten gegen die Ersparnis bei Krankmeldungen und Fluktuation im Vorjahr. Bei uns zeigt sich, dass die bKV sich über diese indirekten Effekte amortisiert, nicht nur über die direkten Steuereinsparungen. Das macht's für den CFO leichter zu akzeptieren. Siehe auch mein früherer Post zur Budgettarif im Sommer – da ging's auch um Gesamtplanung.


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