Hallo zusammen,
wir sind gerade mitten in der Sommersaison und ich beobachte bei uns eine interessante Entwicklung: Viele Mitarbeiter fragen jetzt aktiv nach, wie sie ihr Jahresbudget noch sinnvoll einsetzen können – als hätten sie plötzlich realisiert, dass in ein paar Monaten das Jahr vorbei ist.
Mich interessiert sehr: Wie erleben Sie das in Ihren Unternehmen? Gibt es einen Unterschied zwischen denjenigen, die ihre Budgets proaktiv nutzen, und denen, die eher zögerlich sind? Und noch wichtiger – sehen Sie einen Zusammenhang zwischen aktiver Budgetnutzung und tatsächlicher Mitarbeiterbindung?
Bei uns wird gerade diskutiert, ob wir die Kommunikation zur bKV intensivieren sollten, um Mitarbeiter früher im Jahr zu erreichen. Aber ich frage mich auch: Ist es nicht auch ein gutes Zeichen, wenn Menschen im August plötzlich fragen, wie sie ihre Leistungen nutzen können? Das bedeutet ja, dass die bKV in ihrem Bewusstsein angekommen ist.
Freue mich auf Ihre Erfahrungen und praktischen Tipps – besonders von anderen Personalverantwortlichen.
Interessant! Ich hätte da ehrlich gesagt eine etwas andere Perspektive. Bei mir war es so: Ich habe erst im Sommer richtig verstanden, wie das mit meinem Budget funktioniert. Im Januar hat mir keiner richtig erklärt, was ich damit anfangen kann – und nach einer Weile vergisst man es einfach. Dann brauch ich im August ne neue Brille und denk mir: Moment, hatte ich da nicht was? Dann frag ich nach.
Das ist eher ein Kommunikationsproblem als ein Bindungsproblem, würde ich sagen. Vielleicht hilft es, wenn Ihr konkrete Beispiele gebt: Was kostet ne Zahnreinigung, was ne Brille, wie viel bleibt noch übrig? Das macht es greifbarer. Siehe auch meinen früheren Post zu Zahnersatz im August – da hatte ich ähnliche Fragen.
Das ist eine sehr beobachtungsreiche Frage, Thomas. Aus meiner Erfahrung in der Personalverwaltung kann ich sagen: Dieses Phänomen ist völlig normal und eigentlich ein gutes Zeichen. Die Mitarbeiter, die im August nachfragen, haben bereits verstanden, dass die bKV ein echter Nutzen für sie ist – kein abstraktes Benefit, sondern etwas Konkretes, das sie nutzen können.
Was ich allerdings wichtiger finde: Schauen Sie sich die Gruppe an, die gar nicht nachfragt. Das sind oft die Mitarbeiter mit geringerer Bindung. Hier würde ich ansetzen. Bei uns hat eine frühe Kommunikation im Januar oder Februar tatsächlich geholfen – nicht mit Druck, sondern mit praktischen Beispielen. Was konkret hat bei Ihnen bis August noch nicht funktioniert in der Kommunikation?